Buddha Boxen

Zu aller erst habe ich nicht wirklich Buddha geboxt. Aber „Buddha Boxen klingt viel schöner als „Bollywoodschauspieler Boxen“. Das letztere hört sich zwar nicht so toll an, stimmt dafür aber. Ich hab einen Bollywoodhelden geboxt und bin nicht im Krankenhaus gelandet. 
Naja gut, ich bin schon im Krankenhaus gelandet, aber nicht deshalb. Ich hatte eine Lebensmittelvergiftung und hab es in einer Art Delirium gerade noch ins Krankenhaus geschafft. Nach mehr als zwei Litern Infusion und einer Nacht im Krankenhaus war ich aber wieder fit. Was ich Falsches gegessen habe, kann ich nicht genau sagen. Am Ende sind wir ja in Indien. Es könnte also quasi alles gewesen sein. Ich habe zwar verschiedene Theorien, aber das würde jetzt zu weit führen.

Leider ist das alles auf Reisen passiert. Denn die Lebensmittelvergiftung erwischte mich im Zug zu einem Seminar, bei dem wir deutsche Freiwillige getroffen haben. Wegen der ungeplanten Krankenhausbesichtigung kamen wir zwar einen Tag zu spät, aber es war trotzdem witzig und wir hatten Stockbrot.

In der Nähe unserer Unterkunft verirrte ich mich dann am zweiten Tag in ein paar Gassen und landete auf einem Filmset für Bollywood. Und jetzt kommt endlich meine Boxergeschichte. Ich redete ein bisschen mit den Kameramännern und lernte ein paar Schauspieler kennen, bis sich irgendwann ein Bizeps vor mir aufbaute. Der Bizeps gehörte zum Helden des Films und spannte sich eindrucksvoll unter seinem T-Shirt. Ich versuchte ein bisschen mit dem Helden über den Film und seine Rolle zu reden. Aber das interessierte ihn kaum. Er war zu sehr damit beschäftigt, seine Muskeln anzuspannen. Diese Personifizierung von Testosteron wollte anscheinend erst einmal gelobt werden. Aus meiner Zeit im Fitnessstudio fiel mir nur die Bemerkung „Stabil, Bruder!“, aber nicht die passende Übersetzung auf Englisch ein. Mit einem „Nice muscels!“ konnte ich dann aber zu ihm durchdringen. Anscheinend hatten wir mit seinem Körper sein Lieblingsgesprächsthema gefunden.

Er sagte aber nicht viel, sondern spannte seinen Bauch an und sagte „Schlag zu“. Also schlug ich zu. Halbe Kraft. „Härter!“ Volle Kraft. „Härter!“ Okay, ein Schritt Anlauf. „Uh!“ Er stöhnte kurz männlich auf und meine Faust tat weh. „Jetzt auf den Bizeps!“ Ich schlug in der Folge noch ein paar Mal auf seinen Bizeps. Er freute sich aber nur, während meine Hand immer mehr weh tat.

 


 Ich bin mir sicher, dass er Implantate aus Beton hatte oder auf Steroiden war. Wahrscheinlich beides… In der Folge wurde weitergedreht und ich machte mich vom Acker. Was ich vom Film so mitbekommen habe, ging es in der Handlung auch hauptsächlich um den Bizeps des Helden. Andere Qualitäten konnte ich auf die Kürze bei ihm auch nicht erkennen. Von mir gibt es also keine Filmempfehlung, auch weil ich den Namen vom Film wieder vergessen habe.

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